Batman v Superman: Dawn of Justice – Kritik (70%)

Starttermin 24. März 2016 (2 Std. 33 Min.)
Regie Zack Snyder
Mit Ben Affleck, Henry Cavill, Jesse Eisenberg mehr
Genre Action , Fantasy
Nationalität USA

Lange mussten die Fans, auf diesen Tag warten, die wohl ikonischsten Superhelden der Filmgeschichte, vereint in einem Film, gegeneinander als auch miteinander, in Aktion erleben zu dürfen, man erinnere sich alleine schon an das kleine Easter Egg im Film I am Legend aus dem Jahr 2007. Nach einigen Zeichentrickadaptionen, wurde es endlich Zeit, die beiden Titelhelden in einem Realfilm zu vereinen, der u.a. die Fortsetzung von Man of Steel darstellt.

Wie schon bei Man of Steel, führt auch diesmal wieder Zack Snyder (Dawn of the Dead, 300, Watchmen) die  Regie, auf einen Christopher Nolan als zweiten Drehbuchautor, musste man hingegen verzichten, nahm seinen Platz Chris Terrio ein, an der Seite von David S. Goyer.

Wirft man einen Blick in die Vergangenheit und die bisherigen Comicverfilmungen, muss gesagt werden, dass hier bisher eher Marvel die Nase vorne hatte, Warner Bros. mit seinen DC Umsetzungen hingegen nicht gerade auf Erfolgskurs war. Dies soll sich aber jetzt mit Batman v Superman: Dawn of Justice ändern, der auf eine ganze Reihe von künftigen Comicverfilmungen aufbauen soll, wären da u.a. Aquaman, Wonder Woman oder Flash.

Doch schafft man es überhaupt, nach dem recht soliden Start von Man of Steel, den Weg in die richtige Richtung einzuschlagen, oder scheitert man beim Versuch auf ganzer Linie?

Die eigentliche Handlung ist recht schnell erzählt, sieht ein Bruce Wayne, nach den Vorfällen in Man of Steel und den Ereignissen in Metropolis, Superman eher als Bedrohung, anstatt den strahlenden Helden an, für die ihn andere wiederrum halten. Doch auch dieser ist mittlerweile nicht mehr so sicher, ob es das richtige ist, was er tut, denn obwohl er alles daran setzt, die Menschheit zu beschützen und vor Gefahren zu bewahren, sind es gerade diese, die durch sein Handeln zu Schaden kommen. Wie auch schon seit längerem bekannt, hat man es sich nicht nehmen lassen, trotz des Filmtitels, bei dem es doch eher um die besagten Superhelden gehen soll, einen Lex Luthor mit unterzubringen, der wie soll es auch anders sein, seine ganz eigenen Pläne verfolgt, hierbei jedoch Batman und Superman eine nicht unwichtige Rolle spielen. Viel mehr, muss an dieser Stelle auch gar nicht dazu gesagt werden, um nicht vorab zuviel zu verraten.

Hier liegt aber mit das größte Problem des Films, denn der Weg bis zum Aufeinandertreffen der beiden, ist teilweise so holprig, zäh und wirr erzählt, dass man froh ist, wenn der Film ab der Mitte endlich mal in Fahrt kommt und klar ist, in welche Richtung sich das Ganze bewegt. Mit einer Laufzeit von stattlichen 152 Minuten, wäre eine Kürzung an der ein oder anderen Stelle nicht einmal so verkehrt gewesen, oder man hätte sich bei der Story mehr Mühe gegeben, wird sich zeigen, was der 30 Minuten längere Directors Cut auf DVD/BD, noch so alles mit sich bringt. Leider und daran sollte künftig auch mehr geachtet werden, ist die Aufmachung der Trailer, verraten diese schon wieder viel zu viel und das ist einfach schade. Zwar kann man einen Bogen darum machen, auf der anderen Seite, ist so mancher doch ein bisschen neugierig, wie diese auf einen wirken und ob sich nach einer solchen Sichtung ein Kinobesuch lohnt, oder lieber bis auf den Heimkinorelease gewartet werden soll.

Das soll jetzt aber nicht heissen, dass trotz der genannten Kritikpunkte der Film nicht sehenswert wäre, denn wer über die erwähnten Punkte hinwegsehen kann, bekommt einen durchaus düsteren, erwachsenen und für meinen Geschmack zum Teil recht harten DC-Film spendiert, wundert es mich doch, dass der Film noch ein FSK 12 erhalten hat. Für was Zack Snyder ja bekannt ist, sind u.a. eindrucksvolle Bilder zu schaffen, trägt die tolle Kamerarbeit ihren Teil dazu bei, gefolgt von einigen Slow-Motion Sequenzen, die auch in 3D ganz nett aussehen, darf der markante Score von Hans Zimmer ebenfalls nicht fehlen. Auch in Bezug auf die Action fährt man einiges auf, obwohl diese meist recht kurz ausfallen, beim Einsatz von CGI, wurde im Vergleich zu Man of Steel, dann doch ein Gang zurückgeschalten, lediglich zum Finale, feuert man nochmal aus allen Rohren. Der Look, den der Film über die gesamte Laufzeit mit sich bringt, spricht abermals für den Regisseur, schafft er es sogar, sich immer wieder an den Comicvorlagen zu orientieren, alleine schon die Szene mit Batman in seiner robusten Rüstung und dem Schlagabtausch mit Superman, wird die Fans erfreuen, um nur eine zu nennen.

Nach Christopher Nolans Batman-Trilogie, stellt sich natürlich auch die Frage, wie sich nach Christian Bale in der Rolle des dunklen Rächers, ein Ben Affleck darin schlägt und ich muss sagen, dass er seine Sache mehr als gut macht, kann man beide aber nicht miteinander vergleichen. Nach dem Misserfolg von Daredevil, kann auf jeden Fall gesagt werden, dass es nicht die schlechteste Wahl war, sich für ihn zu entscheiden, alleine schon, wie er körperlich zugelegt hat, ist schon beachtlich. Auch geht er nicht gerade zimperlich mit seinen Widersachern um, als es noch bei Bale der Fall war, sieht man ihm deutlich an, dass dies auch Spuren hinterlassen hat, Spaß ihn als den etwas anderen Batman zu sehen, macht es allemal. Lediglich mit Jeremy Irons als Alfred, kann ich mich nicht so richtig anfreunden, der auf eine Art Tony Stark macht und für Batman seine Spielsachen entwickelt. Hier punktet in meinen Augen dann doch ein Michael Caine als herzlicher, einfühlsamer Charakter.

Der restliche Cast, sei es Henry Cavill, Amy Adams, oder Gal Gadot, macht zum Großteil auch einen recht ordentlichen Job, hervorzuheben ist hier aber besonders Jessy Eisenberg in seiner Rolle als Lex Luthor, der auf jeden Fall anders ist, als die bisher bekannten, bei dem man gespannt sein darf, in welches Licht er in hoffentlich noch weiteren Filmen gerückt wird.

Wie der Filmtitel bereits verrät, soll dieser den Weg der Justice League ebnen, gibt es selbstverständlich Cameos, nur über die Art und Weise, wie sie eingeführt werden, werden die Meinungen auseinandergehen.

FAZIT: Unterm Strich, ist Batman v Superman ein etwas zu langer, nicht ganz runder DC-Film geworden, der mit einer etwas besseren Story und packendem Erzählfluss mehr hergemacht hätte, wäre es auch nicht verkehrt gewesen, wenn Warner Bros. in der Vergangenheit schon auf einzelne Solo-verfilmungen gesetzt hätte, um die Justice League einzuleiten. Da hat Marvel doch mehr Vorsprung, der erstmal eingeholt werden muss, denn Potential wäre da.

Quelle/Filmdaten: http://www.filmstarts.de/

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1 Kommentar

  1. Hallo,
    schöne Kritik zum Film. Hat mir gut gefallen.
    Ich war etwas enttäuscht von Film, weil zu viel rein gepackt wurde für mich.
    Kennst du die Animierte Version von der Geschichte. Es gibt eine DC/Warnerbrothers Animation, die ich von der Story her viel besser finde:
    http://www.zoliblaze.de/superman-vs-batman-animated-fight/

    Lg,
    Zoltan

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