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Sep 17 2016

Don´t Breath (90%) – Kritik

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Hört man den Namen Fede Alvarez, verbinden viele diesen wohl mit dem durchaus gelungenen Remake des Horrorklassikers „Evil Dead“, aus dem Jahr 2013. Nun möchte es der Regisseur erneut wissen und bringt mit Hilfe von Produzent Sam Raimi, über den man an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren muss, wenn man einen Bezug zum Horrorgenre hat, mit „Don´t Breath“ einen Horror/-Thriller auf die Leinwand, dessen Namen er alle Ehre macht. Bereits an seinem US-Startwochenende, spielte der Film, mit einem Budget von gerade einmal knapp $ 10 Mio. ganze $ Mio. 26 ein. Das muss zwar nicht gleich immer etwas heißen, ist in diesem Fall aber mehr als verdient.

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Die drei Teenager Alex (Dylan Minnette), Rocky (Jane Levy) und der ultracoole Money (Daniel Zovatto), bessern mit regelmäßigen Einbrüchen ihr Taschengeld auf, um sich auch irgendwann einmal ein besseres Leben leisten zu können und vorallem Detroit den Rücken zu kehren. Dies ist aber nur mit Hilfe von Alex möglich, dessen Vater in der Gebäude-Sicherung tätig ist und daher so einige Schlösser nicht unverschlossen bleiben. Der richtig große Fisch war allerdings noch nicht dabei. Doch beim nächsten Einbruch soll sich dies endlich bezahlt machen. In einer trostlosen Siedlung wittern sie das ganz große Geld, denn das Haus, in welches sie einsteigen möchten, wird von einem blinden Kriegsveteranen bewohnt. Somit sollte es für die drei ein leichtes sein, dort einzusteigen und ihre Beute zu ergattern. Blöd nur, dass der Hausbesitzer durchaus weiß, sein Hab und Gut zu verteidigen…

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Interessant bei diesem Film ist die Tatsache, dass mit Alvarez und Raimi, genau die richtigen Leute im Boot sitzen, die ihr Handwerk verstehen und das merkt man „Don´t Breath“ zu fast jeder Minute an. Obwohl der Großteil des Films sich lediglich im Haus abspielt, schafft man es gekonnt, genug Spannung und Abwechslung mit einfließen zu lassen, dass es zu keiner Zeit langweilig wird, immerhin beginnt der Abspann schon nach 88 Minuten. Auch wenn beim Opfer auf einen Blinden gesetzt wurde, sollte man das noch lange nicht auf die leichte Schulter nehmen, wurde mit Schauspieler Stephan Lang (Avatar) ein durchaus überzeugender, einschüchternder und nicht zu unterschätzender Charakter in Szene gesetzt, der im ganzen Film wohl mit die beste Leistung abliefert.

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Auf der Gegenseite hätte man bei den Teenagern ebenso gut auf eine andere Besetzung zurückgreifen können. Dies soll aber noch lange nicht heissen, dass diese keinen guten Job machen würden. Lediglich Daniel Zovatto kommt nicht ganz so gut davon, schaffen es die anderen beiden schließlich noch deutlich besser, dem Filmtitel gerecht zu werden. Es gibt so einige teils gut platzierte Schock/-momente, bei denen man sich selbst wünschen würde, nicht zu atmen. Man fiebert zu fast jeder Minute mit den Figuren mit, was auch der Kameraarbeit von Pedro Luque zu verdanken ist. Hinzu kommt, dass es sogar ein paar Wendungen gibt, mit denen man so nicht unbedingt gerechnet hat oder rechnen konnte. Über den Anfang und das Ende, werden die Meinungen wohl auseinandergehen, ebenso ein paar unlogische Handlungsstränge, viel schlechter fällt der Film dadurch trotzdem nicht aus.

FAZIT: Es bedarf nicht vieler guter Zutaten, um einen gelungenen Film abzuliefern. Das schafft „Don’t Breath“ allerdings auf fast der gesamten Linie. Sei es die Handlung mit der entsprechenden Atmosphäre ins richtige Licht zu rücken, ihn stimmungsvoll und musikalisch zu untermalen, oder für reichlich Spannung und Abwechslung zu sorgen, auch wenn es am Ende mehr Thriller als Horror ist.

Quelle/Filmdaten: http://www.imdb.com/

Bildnachweis: © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH

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