JUMANJI – Willkommen im Dschungel – Heimkinokritik

Nachdem ich vor kurzem die BD von „Jumanji – Willkommen im Dschungel“ gewonnen habe (hatte den Kinobesuch gemieden), bin ich nun auch neugierig gewesen, wie man die Fortsetzung in Szene gesetzt hat, obwohl ich weiterhin der Meinung bin, dass man diese nicht unbedingt gebraucht hätte.

Wichtig ist natürlich auch bei diesem Film so gut es geht zu versuchen, dass Fantasy-Abenteuer aus dem Jahr 1995 mit Robin Williams und Kirsten Dunst, auszublenden. Wer das schafft, was leider alles andere als einfach ist, und seine Erwartungen entsprechend herunterschraubt, der wird, man möchte es kaum glauben, doch einigermaßen gut unterhalten. Das heißt aber noch lange nicht, dass hier der ganz große Wurf gelungen ist, auch wenn die weltweiten Einnahmen eine andere Sprache sprechen.

Hier wurde versucht, das einstige Brettspiel in die Neuzeit zu holen, um daraus ein Videospiel zu machen, was unterm Strich gar keine schlechte Idee war. Man möchte eben mit der Zeit gehen und – sind wir mal ehrlich, der Großteil der Jugend greift heutzutage immer seltener auf Brettspiele & Co. zurück – da kommt eine solche Version doch wie gerufen.

Auch wenn der Cast keine Bäume ausreißt, weiß er doch irgendwie zu überzeugen, besonders weil er nicht unerschiedlicher hätte ausfallen können. Wir haben hier den schüchternen Nerd Spencer (Alex Wolff/Dwayne Johnson), den Footballspieler Fridge (Darius Blain/Kevin Hart), die Social-Media verliebte Bethany (Madison Iseman/Jack Black) und zu guter Letzt die ehrgeizige, aber zugleich ausgeschlossene Martha (Karen Gillan).

Dieser wilde Haufen wurde dazu verdonnert in der Schule nachzusitzen, um u.a. ein bisschen über das Leben nachzudenken. Dabei stoßen sie durch Zufall auf besagtes Videospiel, welches sie kurzerhand als sog. Avatare in die virtuelle Welt saugt. Dort müssen sie mit Hilfe ihrer vorhandenen Fähigkeiten dafür sorgen, einen gestohlenen grünen Diamanten wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück zu bringen und gleichzeitig aus dem Spiel zu entkommen. Dabei ist es aber besonders wichtig, dass sie als Team agieren, denn wie es für ein Videospiel üblich ist, hat jeder von Ihnen nur 3 Leben zur Verfügung und wenn diese aufgebraucht sind heißt es GAME OVER.

Bei der Wahl des Casts könne man meinen, dass die Gagdichte und der Humor besonders hoch ausfallen, was zwar öfter der Fall ist, aber irgendwie konnten nur die wenigsten davon bei mir punkten. Schlimmer noch: Einige fand ich ehrlich gesagt sogar ziemlich flach.

Obwohl ich das Muskelpaket Dwayne Johnson immer gerne sehe, spielt er für meinen Geschmack mittlerweile in zu vielen Filmen eine Rolle und in dieser Abenteuer-Komödie kann er für mich auch nicht zu 100% überzeugen. Ich möchte nicht sagen, dass er komplett deplatziert wirkt, es gibt schon ein paar komische Momente mit ihm, aber ER und Komödien passt für mich einfach nicht zusammen, genauso wie bei Schwarzenegger oder Stallone. Da fiel die Wahl von Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillan schon besser aus, besonders Black blüht in seiner Rolle so richtig auf, wenn man bedenkt, dass hinter dem Kern eigentlich eine Frau steckt. Am Ende muss ich dazu sagen, dass im Großen und Ganzen das Zusammenspiel jeder einzelnen Figur doch sehr gut funktioniert hat, auch wenn hin und wieder etwas mehr Tiefgang wünschenswert gewesen wäre.

Ein bisschen Nostalgie, darf auch bei der Fortsetzung nicht fehlen, besonders die Einleitung zu Beginn des Films wurde gut umgesetzt, ebenso haben die altbekannten Trommeln aus dem Original ihren Platz gefunden.

FAZIT: Was war ich skeptisch, als ich von einer Fortsetzung von Jumanji erfahren habe, es wurde meinerseits sogar ein Bogen um den Kinobesuch gemacht, doch nach der Sichtung der BD ist meine Skepsis fast verflogen. Das heißt zwar nicht, dass der neue Teil an das Original herankommt, als Fehlschlag würde ich ihn dann trotzdem nicht gerade bezeichnen, funktioniert er sogar als eigenständiger Film ganz gut. Die Action ist kurzweilig, aber nicht überragend, die Charaktere harmonieren ziemlich gut miteinander, die Optik überzeugt bis auf ein paar wenige Ausnahmen, der Gegenspieler ist dafür total eindimensional und langweilig und der Humor/die Gags zünden nicht immer.

Quelle/Filmdatenhttps://www.imdb.com/

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