Jurassic World (85%) – Kritik

jurassicworldMit Jurassic Park, hat Regisseur Steven Spielberg vor mittlerweile 22 Jahren, ein Dino-Abenteuer auf die Leinwand gebracht, dass sich selbst in der heutigen Zeit vor anderen Produktionen nicht zu verstecken brauch und vorallem für die damaligen Verhältnisse in Punkto Tricktechnik eine Augenweide war. Bei diesem riesigen Erfolg, als auch dem enormen Hype, den der Film ausgelöst hat, waren 2 Fortsetzungen schnell beschlossene Sache, obwohl dazu gesagt werden muss, dass gerade der 3.Teil aus dem Jahr 2001, an den Erfolg der Vorgänger leider nicht mehr herankam.

Lange Zeit war nicht ganz klar, in welche Richtung sich der neue Film entwickeln wird. Soll es ein komplett neuer Anfang werden, oder eine weitere Fortsetzung, so genau konnte das niemand sagen, bis Produzent Frank Marshall die entscheidende Info gab. Es handelt sich bei Jurassic World um ein Sequel, somit also kein Reboot oder Remake. Die Regie am neuen Film, übernahm Colin Trevorrow und selbstverständlich darf ein Steven Spielberg als Executive Producer, natürlich nicht fehlen. Doch schafft es der Film zu den alten Stärken zurück zu finden, oder hätte man es lieber bei der Trilogie belassen sollen?

2424_TP_00031RDer Film spielt, wie soll es auch anders sein, in einem neuen technologisch sehr fortgeschrittenen „Jurassic World“ auf der Insel Isla Nubla, vor der Küste Costa Ricas, so wie es sich damals Dr. John Hammond in Jurassic Park gewünscht hat. Tagtäglich strömen Tausende von Besuchern in den Park, um die neuesten Attraktionen mit eigenen Augen zu erleben und den Urzeitgiganten so nah wie möglich zu kommen. Um die Besucherzahlen soweit oben wie möglich zu halten, bedarf es immer neuer Highlights, soll der Genetiker Dr. Henry Wu (BD Wong), den man noch aus dem ersten Teil kennt, einen Hybriden züchten, den sog. Indominus Rex, der alles bisher dagewesene in den Schatten stellen soll. Doch die eigentlich neue Attraktion, wird ganz schnell zur wohl größten Gefahr für den Park und seine Besucher, kämpf plötzlich jeder um das nackte Überleben, denn auch andere Dinosaurier können entkommen und verbreiten Angst und Schrecken. Unter den Besuchern, befinden sich u.a. die beiden Brüder Gray (Ty Simpkins) und Zach (Nick Robinson) deren Tante Claire, gespielt von Bryce Dallas Howard dafür verantwortlich ist, alles mögliche in die Wege zu leiten, Herr der Lage zu werden, aber auch die beiden Jungs in dem Chaos zu finden. Unterstützung erhält sie von Owen (Chris Pratt), dem es gelungen ist, Velociraptoren zu zähmen…,

Wie man es bereits von den Vorgängern kennt, ist die eigentliche Handlung schnell erzählt, bietet auch die des 4.Teils nicht sonderlich viel neues. Was einem aber sehr schnell ins Auge fällt ist, dass es der Regisseur schafft, zumindest teilweise, dass Gefühl und die Magie des ersten Teils einzufangen. Immer wieder gibt es Anspielungen auf Jurassic Park, alleine schon der bekannte Score sorgt des öfteren für Gänsehaut und treibt einem sogar die ein oder andere Freudenträne in die Augen, näher möchte ich allerdings auch nicht weiter drauf eingehen, davon sollte sich jeder selbst ein Bild von machen, aber es gibt so einige kleine Hinweise. Natürlich ist es etwas schade, dass außer dem Genetiker Dr. Wu, keiner der Bekannten Figuren von damals, es in den Film geschafft hat, der neue Cast, allen voran Chris Pratt, kann mehr als überzeugen, doch das hat er schon in Guardians of the Galaxy bewiesen. Wenn man sich seine Figur etwas näher betrachtet, gibt es auch keinen besseren, der in die Rolle des neuen Indiana Jones passen würde. Die Rolle von Bryce Dallas Howard als Sicherheitschefin, kommt gerade zu Beginn sehr zäh daher, kann sich aber gegen Ende hin doch steigern, so richtig abverlangt, wird von den Schauspielern aber nicht viel, bleibt so mancher Charakter sogar auf der Strecke, was damals doch besser funktioniert hat.

2424_D030_00167Wie man es bei vielen Filmen in der heutigen Zeit, vorallem aber Großproduktionen mittlerweile gewohnt ist, nimmt der Einsatz von CGI leider einen zu großen Stellenwert ein. Was auch hier wieder sehr deutlich wird und sehr schade ist, denn damals, man erinnere sich nur an den kranken Triceratops, bei dem mehr Wert auf handgemachte Tricktechnik gesetzt wurde, kam das wesentlich authentischer rüber. Das soll aber noch lange nicht heissen, dass sich die Dinos nicht sehen lassen können, obwohl es hin und wieder doch sehr deutlich wird, dass diese aus dem PC kommen. Toll gemacht sind dennoch vorallem die Velociraptoren, als auch der Indominus Rex, zum T-Rex muss ebenfalls nicht viel gesagt werden. Die wohl größte Gefahr, der Hybrid Indominus Rex hingegen, kommt zwar angsteinflößend rüber, die Züchtung bzw. Entwicklung hingegen wird aber viel zu schnell abgehandelt. Interessanter gestaltet sich die der gezähmten Velociraptoren in Verbindung mit Owen und gehören mit zu den besonderen Erlebnissen des Films, was gerade zum Finale deutlich wird, kann hier sogar der 3D-Effekt an einigen Stellen punkten. Trotz dieser kleineren Kritikpunkte, macht das Gesehene, vorallem für Fans der Reihe richtig Spaß und es ist schön, nach so langer Zeit, diese Giganten der Urzeit auf der großen Leinwand sehen zu dürfen. Kann man nur gespannt sein, was man sich für einen 5.Teil einfallen lässt, der ziemlich sicher kommen wird. Wollen wir nuf hoffen, dass sich die Handlung von den bisherigen Filmen, dann doch etwas abhebt, denn immer wieder nach dem gleichem Muster vorzugehen, wird auf Dauer doch langweilig.

FAZIT: Jurassic World macht vieles richtig, hat aber auch seine Schwächen und an den überragenden ersten Teil, kommt er dann doch nicht heran, geht man jedoch mit den richtigen Erwartungen in den Film, macht er einen heiden Spaß.

Genrewertung: 8.5/10 – Gesamt: 7/10

In diesen Kategorien hat er besonders gut abgeschnitten:

Action: 4.5/5
Visuelle Effekte:4.5/5
Kamera: 4/5
Cast: 3.5/5
Spannung: 3.5/5

Quelle/Filmdaten: http://www.filmstarts.de/

Bildnachweis: © Universal Pictures

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