KONG: Skull Island (75%) – Kritik

Der wohl bekannteste Riesenaffe der Filmgeschichte „King Kong“ ist nach Peter Jacksons Fassung aus dem Jahr 2005 endlich wieder zurück auf der großen Leinwand, doch diesmal anders als erwartet – und das ist auch gut so. Die Geschichte hinter diesem Mythos wurde bereits etliche Male umgesetzt und man kann sich eigentlich in „KONG: Skull Island“ glücklich schätzen, dass die Handlung dahinter nicht erneut altbekanntes durchkaut, sondern der Fokus mehr auf Kong, der Insel und den dortlebenden anderen Monstern liegt.

Dass man bei solch einem Film auf keine ausgefeilte Story hoffen darf, liegt auf der Hand, denn auch diesmal geht es darum, dass ein Team, u.a. bestehend aus Bill Randa (John Goodman) von der Organisation Monarch, Colonel Packard (Samuel L. Jackson) und seinen Männern, dem Abenteurer James Conrad (Tom Hiddleston), der Kriegsfotografin Mason Weaver (Brie Larson) und ein paar Wissenschaftlern zusammengestellt wird, deren Aufgabe es ist, eine noch unerforschte Insel im Südpazifik unter die Lupe zu nehmen.

Ohne zu ahnen, was die Truppe auf der geheimnisvollen Insel erwartet, werden diese kurz nach Ihrer Ankunft vom Riesenaffen überrascht und einer nach dem anderen vom Himmel geholt. In dem Glauben, dass diese Kreatur die einzige Bedrohung auf der Insel sei, machen sie sich auf, um das Team wieder zusammenzubringen und erleben dabei so einige Gefahren und Überraschungen, wie u.a. den überlebenden Kriegsveteranen Hank Marlow (John C. Reilly)…

Die Regie für diesen abenteuerlichen Tripp, bei dem sich Riesenmonster die Schädel einschlagen, übernahm Jordan Vogt-Roberts, der sich bei einem Budget von $ 190 Mio. so richtig austoben konnte und das sieht man dem Film auch an, obwohl es handwerklich gesehen für meinen Geschmack Peter Jackson damals etwas besser umgesetzt hat. Hin und wieder wird man das Gefühl nicht los, als hätte hier sogar ein Mann wie Michael Bay seine Finger mit im Spiel gehabt. Das ist jetzt aber weniger auf die Action bezogen sondern eher auf diese altbekannten Sonnenuntergangsszenarien, blöd nur, wenn es im nächsten Moment dann doch nicht Abend wird, was nicht nur einmal der Fall ist oder wenn aus 6 Helikoptern plötzlich 13 werden. Als allzu störend empfand ich es hingegen nicht, es ist eben nur mehr als offensichtlich. Jeder muss derweil allerdings selbst wissen, ob ein solcher Patzer einen großen Kritikpunkt darstellt oder nicht, man hätte es aber mit Sicherheit auch gut vermeiden können.

Obwohl die Grundgeschichte darauf ausgelegt ist, KONG in den Mittelpunkt zu rücken, dürfen bei diesem Film die Menschen nicht fehlen. Doch trotz des gut gewählten Casts, bleibt leider fast jede Figur auf der Strecke. Man hätte so ziemlich jeden x-beliebigen Schauspieler nehmen können, fangen wir von der Charakterentwicklung oder Tiefgang gar nicht erst an. Ein paar Lichtblicke gibt es trotzdem, hätten wir hier Hiddleston und Larson, die sympathisch wirken, gut miteinander harmonieren und versuchen, gewisse Personen auf den richtigen Weg zu bringen. Dann hätten wir da noch John C. Reilly, der mit seiner teils verpeilten Art und den witzigen Sprüchen etwas frischen Wind in die Truppe bringt.

Doch wer sich einen Film wie diesen im Kino anschaut, sollte eigentlich wissen, was hier abgeliefert wird und man in erster Linie auch erwartet, nämlich einen monströsen Riesenaffen, der es auf seiner Insel mit allerlei Getier zu tun bekommt, sich nebenbei auch noch mit ein paar schießwütigen Menschen rumärgern darf und es bald mit weiteren Filmmonstern zu tun bekommt. Der Auftakt von etwas ganz großem ist auf jeden Fall getan und die Fans dürfen sich auf weitere Filme dieser Art freuen, immerhin stehen für 2019 Godzilla 2 und 1 Jahr später Godzilla vs. Kong auf dem Programm. Man kann davon ausgehen, dass es auch darüber hinaus noch munter weitergehen wird, sofern die Einnahmen stimmen.

„Daher der Appell an alle Kinogänger…bleibt auf jeden Fall bis zum Abspann sitzen, so bekommt ihr einen kleinen Einblick davon, was uns die kommenden Jahre noch erwartet.“

FAZIT: Wer auf Monsterfilme steht, kommt an KONG sowieso nicht vorbei, denn die Optik macht so einiges her, die Action, das Setting und die Atmosphäre stimmen, es gibt teilweise schöne Landschaftsaufnahmen, einen coolen Soundtrack und gut eingefangene Kamerafahrten. Da kann man über eine sehr einfache Handlung, wenig Tiefgang und blasse Figuren schon einmal hinwegsehen.

Quelle/Filmdaten: http://www.imdb.com/

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