Marvels Avengers: Age of Ultron (90%) – Kritik

Starttermin 23. April 2015 (2 Std. 22 Min.)
Regie Joss Whedon
Mit Robert Downey Jr., Chris Evans, Mark Ruffalo mehr
Genre Action , Abenteuer , Sci-Fi
Nationalität USA

66531_Avengers_2_HP_03SWas war das vor 3 Jahren für viele Comicfans für ein Vergnügen, die Superheldentruppe „Marvel’s The Avengers“ bestehend u.a. aus Iron Man, Thor, Hulk, Captain America, Black Widow und Hawkeye vereint in ihrem allerersten gemeinsamen Abenteuer in Aktion zu erleben. Wie soll es auch anders sein, ist der Film eingeschlagen wie eine Bombe und zählt somit zu einer der finanziell erfolgreichsten Comicverfilmungen aller Zeiten.

Nun hat das Warten auf die Fortsetzung „Avengers: Age of Ultron“ auch endlich ein Ende, doch hat es Regisseur Josh Whedon überhaupt geschafft, den ersten Teil möglicherweise noch zu toppen?

Erinnert man sich an Captain America 2: The Return of the First Avengers, der sich im Vergleich zum ersten Teil, mächtig steigern konnte und für so manchen eine sehr starke Comicverfilmung darstellt, lag die Messlatte entsprechend hoch.

Nach den Ereignissen in Captain America 2, vorallem wie es um S.H.I.E.L.D, oder besser gesagt Hydra bestellt ist, befinden sich die Avengers mit dieser im Krieg und legen sich gleich zu Beginn mit dem Hydra-Bösewicht Baron von Strucker (Thomas Kretschmar) an. Diesen kennt man noch aus der Schlusssequenz von The Return of the First Avengers. Nachdem man erfolgreich ein mächtiges Artefakt zurückerobert hat, macht sich Tony Stark zusammen mit Bruce Banner daran, ein Programm ins Leben zu rufen, die gesamte Menschheit vor Gefahren zu bewahren, doch der Plan geht gehörig nach hinten los. Diese künstliche Intelligenz mit dem Namen Ultron, sieht nämlich die Menschen als einzige Bedrohung an, weshalb es nur einen Ausweg gibt, nämlich die totale Auslöschung derer mit Hilfe von Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) und Quicksilver (Aaron Taylor-Johnson). Nun liegt es an den Avengers, diesen übermächtigen Gegner von seinem Vorhaben abzubringen, doch mit Ultron ist nicht gerade zu spaßen…

Eigentlich ist es doch etwas bedauerlich zu hören, dass Regisseur Joss Whedon hat verlauten lassen, für keinen weiteren Avengers Film mehr zur Verfügung zu stehen. Dafür sieht man dem Film immerhin zu jeder Minute an, dass Whedon alles gegeben hat, um eine gelungene Fortsetzung auf die Beine zu stellen, was nach dem richtig starken ersten Teil alles andere als ein einfaches Unterfangen war.

Wie es sich für eine Fortsetzung gehört, muss ALLES noch etwas größer ausfallen und das schafft man auch ohne Probleme, was nicht heissen soll, dass es alle paar Minuten zur Sache geht, ganz im Gegenteil. Ebenso werden neue Figuren eingeführt und damit sind nicht etwa Scarlet Witch und Quicksilver, gemeint, denn das MCU welches im Film weiter ausgebaut wird, hat noch so einiges zu bieten, sodass Fans auch in den kommenden Jahren auf ihre Kosten kommen werden. Dennoch sind die beiden Neuzugänge eine Bereicherung, besonders Scarlet Witch mit ihrer besonderen Fähigkeit der Manipulation und Telekinese, kann sich sehen lassen.

Bei einer solchen Zusammenkunft an Superhelden meint man, dass Age of Ultron nur so aus allen Nähten Platz, doch weit gefehlt, sind es gerade Figuren, die in der Vergangenheit etwas zu kurz gekommen sind, denen man mehr Beachtung schenkt. Hierzu zählen u.a. Hulk, Black Widow in erster Linie aber Jeremy Renner als Hawkeye, der sich im ersten Teil noch darüber beschwert hatte, dass seine Figur viel zu blass daher kam. Durch diese Geschichten, die etwas mehr über die Helden verraten, wird neben den abermals bombastischen und visuell beeindruckenden Actionssequenzen auch Wert auf emotionaler Ebene gelegt, als es noch im Vorgänger der Fall war. Natürlich dürfen die aberwitzigen Sprüche ala Robert Downey Jr. alias Tony Stark ebenfalls nicht fehlen, doch auch die anderen sorgen für so manchen Lacher und recht komische Momente. Wer noch am überlegen ist, ob sich der 3D-Aufschlag lohnt, dem sei gesagt, dass es doch ein paar ordentliche Slow-Motion-Sequenzen gibt, er funktioniert aber ebenso ohne und wäre auch schlimm wenn nicht.

Doch wo liegt jetzt eigentlich die Schwäche des Films, scheint doch im großen und ganzen „fast“ alles zu passen?

Die wohl größte Schwäche bei Marvel liegt leider erneut beim Bösewicht selbst, was nicht heissen soll, dass die künstliche Intelligenz „Ultron“ eine schlechte Wahl war und dieser verkörpert auch einen durchaus sehenswerten, bösen und interessanten Antagonisten. Die Entstehung und Entwicklung, sogar die Dialoge und dessen Stimme, die auf eine ganz besondere Art angsteinflößend daherkommen, können überzeugen, wäre darüber hinaus aber wesentlich mehr drin gewesen. Wirft man nämlich einen Blick Richtung Finale, sieht es dort leider wieder etwas anders aus und gleicht zum Teil sogar dem des ersten Teils, sollte man sich künftig eindeutig mehr ins Zeug legen.

Denn sind wir mal ehrlich, so stark wie eine solche Truppe auch sein mag, mehr als ein paar Kratzer, kann man dann doch erwarten und wenn es darum geht, dass jemand das zeitliche segnet, sind es meist nur die Randfiguren.

FAZIT: Schlussendlich sei gesagt, dass Superheldenfans an Age of Ultron einfach nicht vorbei kommen werden, denn er bietet alles was das Herz begehrt, sei es die Action, Humor, Emotionen, Superhelden und nochmals Superhelden.

In diesen Kategorien hat er besonders gut abgeschnitten:

Visuelle Effekte: 5/5
Cast: 5/5
Action: 4/5
Kamera: 4/5

Quelle/Filmdaten: http://www.filmstarts.de/

Bildnachweis: © 2013 The Walt Disney Company Germany

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