Feb 14 2018

Maze Runner 3: Die Auserwählten in der Todeszone – Kritik

Eigentlich war der Kinostart zum Finale der „Maze Runner“-Reihe „Die Auserwählten in der Todeszone“ bereits für Januar 2017 vorgesehen, doch nachdem sich der Hauptdarsteller Dylan O´Brian bei den Dreharbeiten schwer verletzte, musste der Film um ein ganzes Jahr nach hinten verschoben werden. Genau wie Videospieleverfilmungen stehen auch Romanadaptionen hoch im Kurs, nur schaffen es nach Ansicht der Fans meist die wenigsten, ihrer Vorlage auch gerecht zu werden. Leider muss hierbei gesagt werden, dass da die Buchreihe von James Dashner keine Ausnahme macht und die Verfilmungen bis auf den ersten Teil „Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ so gut wie kaum etwas mit den Büchern gemein haben. Nachdem die Trilogie aber von ein und demselben Regisseur, nämlich Wes Ball, inszeniert wurde, kann man sich nur wundern, dass es nicht für mehr gereicht hat. Wie der Einstieg zeigte, wäre es immerhin möglich gewesen, den Roman inhaltlich gerecht zu werden.

Wer hingegen keinen Bezug zu den Büchern und außerdem schon Gefallen an den ersten beiden Filmen hatte, der kommt erneut auf jeden Fall auf seine Kosten. Alle anderen sollten so gut es geht versuchen, die Romane auszublenden, dann kann man ebenso einen unterhaltsamen Kinoabend verbringen.

Nachdem der Großteil der Auserwählten von WCKD gefangen genommen wurde, liegt es nun an Thomas (Dylan O´Brian) und dem Rest seiner Freunde, mit der Unterstützung der Widerstandsorganisation „Rechten Arm“, das Hauptquartier zu stürmen und sie aus den Fängen des skrupellosen Janson (Aidan Gillen) zu befreien. Bei der Befreiungsaktion, müssen sie erneut so einige Gefahren auf sich nehmen, bei der so mancher sein Leben lassen wird. Auch wird Thomas auf seine einstige Freundin Teresa (Kaya Scodelario) stoßen, mit der er noch eine Rechnung offen hat.

Bevor man sich auf den finalen 3. Teil einlässt, wäre es angebracht, die ersten beiden Filme noch einmal anzuschauen, sofern man diese nicht mehr allzu präsent hat.

Wie bereits erwähnt sollten Kenner der Bücher alles bisher bekannte ausblenden, dann funktioniert auch dieser Film mit ein paar Abstrichen ganz gut. Was einem schnell bewusst wird ist die Tatsache, dass es der Regisseur hier in erster Linie auf die Action abgesehen hat und weniger auf die eigentliche Bedrohung. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, als sei es plötzlich gar nicht mehr so wichtig, ein Heilmittel gegen das tödliche Virus zu finden, sondern einfach nur die eigenen Freunde zu befreien und den Pharmakonzern ein für allemal auszulöschen. Das dabei die Figurenzeichnung teilweise auf der Strecke bleibt, scheint man in Kauf zu nehmen und wenn man es in der letzten Stunde so richtig krachen lässt, wird die Glaubwürdigkeit in manchen Momenten auf eine harte Probe gestellt, was sich unterm Strich aber – dank der packenden Inszenierung – doch irgendwie verschmerzen lässt. Dafür ist das Gezeigte zu stark in Szene gesetzt, dafür fiebert man immer wieder zu sehr mit den einzelnen Figuren mit. Zumal durch die Abweichungen von den Romanen auch Buchkennern der Ausgang der Geschichte keinesfalls klar ist.

Was die Optik und die Aufmachung angeht, kommt „Die Auserwählten in der Todeszone“ noch am stimmigsten daher, mit seiner düsteren dystopischen Welt. Das große Finale fällt ganz klar am bislang aufwendigsten aus. Wenn man bedenkt, dass das Budget bei gerade mal $ 62 Mio. lag, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen, so wurde besonders bei der fulminanten Action so gut es geht auf handgemachtes gesetzt. Obwohl auch der letzte Teil mit einer FSK 12 davonkommt, bin ich der Meinung, dass der Film stellenweise sogar eine 16er Freigabe verdient hätte. Wer also mit seinen Kindern rein geht, sollte vorher gut abwägen. Der zweite Teil kann dafür ein guter Indikator sein.

FAZIT
: Fans der ersten beiden Filme werden am packenden und actiongeladenen „MazeRunner“-Finale nicht vorbei kommen, auch wenn man bei der Charakterentwicklung als auch der Handlung einige Abstriche in Kauf nehmen muss. Wer damit leben kann, wird über 2 1/2 Stunden bestens unterhalten, obwohl es im Mittelteil einige unschöne Längen gibt.

Bildnachweis: © 2000-2018 20th Century Fox

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