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Aug 07 2015

Mission Impossible: Rogue Nation (95%) – Kritik

Man kann von Tom Cruise als Menschen halten was man will, die Erfolgsgarantie und das Schauspieltalent muss man ihm einfach zugestehen. Ob er aber als IMF-Agent Ethan Hunt auch noch ein fünftes Mal überzeugen kann, erzähl ich euch jetzt in meiner Review!

Durch die Geschehnisse aus dem vierten Teil und dem dadurch entstandenen Chaos, das auf die Kappe des IMF’s geht, beschließt die Regierung unter dem Nachdruck von CIA-Chef Hunley (Alec Baldwin), die Geheimorganisation aufzulösen und die beteiligten der CIA unterzuordnen. Doch nicht mit Ethan Hunt (Tom Cruise)! Denn dieser bleibt weiter auf der Flucht und konzentriert sich ganz auf die Anti-IMF-Organisation „Das Syndikat“ und versucht nun ohne Regierungshilfe und superteure Gadgets diese zu zerschlagen. Ein spannendes Katz- und Mausspiel zwischen Feinden, Verbündeten und Figuren, die irgendwie dazwischen stehen, bahnt sich an!

Zu aller Erst – MI 5 erfindet das Franchise nicht neu, das wusste ich schon vorher und mit dieser Erwartungshaltung bin ich auch gar nicht erst in den Film hineingegangen. Somit wird meine Wertung das gar nicht erst berücksichtigen.

Denn gerade davon abgesehen macht Rogue Nation eine Wahnsinnsfigur auf der Leinwand, was vor allem nicht unwesentlich an der Leistung und dem Engagement von Tom Cruise selbst liegt. Der Typ hat einfach eine Menge drauf, schauspielerisch und vor allem handwerklich. Da Cruise nunmal auf handgemachte Action steht, sehen wir hier wirklich nur ganz selten CGI-Effekte und das tut verdammt gut, denn die Stunts sind im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend!

Auch Regisseur Christopher McQuarrie scheint sein Handwerk bestens zu verstehen. Wir haben supercoole Kamerafahrten durch die rasanten Verfolgungsjagden und eine wundervolle Umsetzung des Drehbuchs. Denn vor jeder großen spektakulären Szene wird der Spannungsbogen quasi bis zum Zerreißpunkt gedehnt. Das ist so grandios, dass es schon beinahe unerträglich wird. Außerdem ist der Streifen an vielen Stellen sogar extrem witzig, auch ein dicker Pluspunkt!

Dazu kommt noch der tolle Cast, dem ich hier einfach nur die volle Punktzahl geben kann, ohne viel zu sagen. Das betrifft sowohl die Pro- als auch die Antagonistenseite. Alleine wie Cruise sich mit seinen 53 Jahren noch durch die Gegend bewegt, ist schon sagenhaft.

Jetzt wo ich so viel geschwärmt habe, kommen wir zu den Abzügen. Diese sind zwar rar, wollen aber in einer Kritik ebenso erwähnt werden. Denn auch wenn ich das Drehbuch eben gelobt habe, hat es auch kleine Schwächen. Man könnte den Film, mit einer Lauflänge von über zwei Stunden, auch gut und gern um 10-15 Minuten erleichtern. Es wird zwar nicht wirklich langweilig, aber bei einigen Szenen zwischen den Actionsequenzen wurde ich das Gefühl nicht los, dass man diese etwas zu sehr in die Länge gezogen hat. Darüberhinaus wirken ein, zwei Handlungen im Film etwas unlogisch und hinkonstruiert.

Das macht aber gar nichts, denn was ich vor allem an den Mission-Impossible-Filmen so liebe, sind die verzwickten Storys, bei denen man sich als Zuschauer irgendwie nie so wirklich sicher ist, was tatsächlich abläuft, bis sich am Ende alles aufklärt. Das wurde hier wieder wunderbar umgesetzt!

Fazit: Mission Impossible: Rogue Nation hat es geschafft, sich in meine Top5-Filme dieses Jahr einzuschleichen und ist damit eine absolute Empfehlung meinerseits!

Action: 95%
Cast: 100%
Drehbuch: 80%
Spannung: 90%

GESAMTWERTUNG: 91%
GENREWERTUNG: 95%

Review verfasst von: www.facebook.com/bumreviewt

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