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Aug 08 2017

Power Rangers – Kritik

Nun habe ich mir auch mal ein Bild der „neuen“ Power Rangers gemacht, nachdem ich zum Kinostart länger darüber nachgedacht hatte, ob ich ein Kinoticket löse oder nicht.

Und was soll ich dazu sagen, war es keine schlechte Idee, bis zum Heimkinorelease zu warten, denn der Film ist bis auf die letzten 20-30 Min. für meinen Geschmack nicht unbedingt für die große Leinwand gemacht. Auch meine Wenigkeit hat sich in seiner Kindheit an den Wochenenden immer wieder gerne, die trashigen Folgen so oft es geht angeschaut und ja, ich hatte meinen Spaß dabei und trotzdem war ich was die Neuauflage angeht, hin und hergerissen. Schon der Trailer wusste nicht so recht zu überzeugen, dennoch wollte ich es am Ende doch wissen, ob und was mich erwartet.

Es liegen schon einige Monate zurück, dass ich mir den neuen Fantastic Four angeschaut habe, der bei mir leider komplett durchgefallen ist, denn er hätte nämlich genug Potential gehabt, wurde es nur nicht ausgeschöpft. So ähnlich erging es mir nach der Sichtung von Power Rangers, mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass der Aufbau zwar ziemlich ähnlich verläuft, mir dieser hier aber doch mit ein paar Abstrichen, besser gefallen hat. Obwohl auf die kompletten 2 Std. erst in den letzten 30 Min. der Film an Fahrt gewinnt, schafft er es dazwischen immer wieder, dass so schnell keine Langeweile aufkommt. Dies liegt u.a. an den einzelnen ziemlich sympathischen Hauptprotagonisten, besonders der nerdige Billy hebt sich von den anderen eher unbekannten Schauspielern ab, inbesondere was den Humor des Films angeht. Der Fokus liegt zum Großteil bei den Figuren selbst und deren Geschichten, schafft man es, dass alle untereinander sehr gut harmonieren und die Chemie einfach stimmt.

Welcher Charakter hingegen viel zu wenig Spielzeit abbekommen hat und das sollte man in einem solchen Film, nicht außer acht lassen, ist die Antagonistin Rita Repulsa gespielt von Elizabeth Banks. Die Schauspielerin versucht zwar so gut es geht, ihrer Rolle gerecht zu werden, erfährt man auf der anderen Seite leider viel zu wenig über ihre Beweggründe, warum sie nicht mehr die ist, die sie Anfangs war, ohne an dieser Stelle zuviel zu verraten. Schon zu Beginn des Films, wäre eine ausführlichere Einleitung nicht das Schlechteste gewesen, empfand ich diese als ziemlich plump und abgehackt, hätte man hier schon mehr herausholen können.

Apropo herausholen, sieht es auf visueller Ebene leider auch nicht allzu rosig aus, soll nicht heißen, dass die Tricktechnik unterirdisch ist, nur wäre optisch betrachtet ganz sicher mehr drin gewesen und NEIN, es kommt nicht immer auf das Budget an. Wie wir nur zu gut wissen, gibt es ganz andere kleinere Projekte, die mit wesentlich weniger finanzieller Möglichkeiten, mehr zu bieten haben und sich hinter den großen Blockbustern aus Hollywood, nicht zu verstecken brauchen. Über die einzelnen Kostüme, kann man sich streiten und das sie keine Ähnlichkeit mit den alten aufweisen, war mir bewusst, dennoch ist weniger manchmal mehr, schlecht fand ich sie trotzdem nicht. Wenn wir schon bei Abweichungen sind, dürfen wir an dieser Stelle auch nicht Alpha 5 vergessen, der Assistent von Zordon (Bryan Cranston), den ich hingegen ganz lustig fand und ein paar amüsante Szenen auf seine Kappe gehen.

Kommen wir noch zum Anfangs erwähnten Showdown, der zwar aufgrund des teils mäßigen CGI optisch gesehen, nicht immer punkten kann, es dennoch auf gewisse Weise unterhält, die Zords in Aktion erleben zu dürfen inkl. Megazord. Man fiebert sogar ein bisschen mit den Power Rangers mit, auch wenn ich mir beim Widersacher jemand anderen gewünscht hätte, als diesen hässlichen Goldor.

FAZIT: Auch wenn Power Rangers bei einer Laufzeit von knapp 2 Std. leider viel zu wenig zu bieten hat und einiges an Potential verschenkt wird, schafft er es garantiert, dass besonders die etwas Jüngeren, oder eingefleischten Fans ihren Spaß damit haben.

Bildnachweis: © digitalEPK

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