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Jan 07 2017

Rogue One: A Star Wars Story (85%) – Kritik

Man hätte es nicht für möglich gehalten, als im Jahr 1977 der Produzent und Regisseur George Lucas mit „Krieg der Sterne“ den Start eines riesigen Franchise eingeleitet hat, das dessen Charme und Magie bis heute anhalten würde. Im vergangenen Jahr wurde es seit vielen Jahren erneut entfacht, als der bereits 7.Teil „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ in unsere Kinos kam. Dass dieser in die weltweiten Kinokassen ordentlich Geld spült, war ziemlich sicher, aber auch sonst waren viele mit der Arbeit von Regisseur J.J. Abrams zufrieden.

Für das erste Spin-Off „Rogue One: A Star Wars Story“ saß nun Gareth Edwards auf dem Regiestuhl. Dieser ist bis jetzt nicht dafür bekannt, viele große Filme auf die Leinwand gebracht zu haben, machen sein Werk bislang gerade einmal „Godzilla“ aus dem Jahr 2014 und der Low-Budget Streifen „Monsters“ aus. Doch das muss nicht gleich etwas heißen, immerhin hat er sich eine Chance verdient. Anfangs sah eigentlich alles ziemlich gut aus, bis vor ein paar Monaten die Meldung aufkam, dass einige Nachdrehs verordnet wurden und dies bei den Fans alles andere als gut aufgenommen wurde. Auch auf Edwards und seinem Team lag eine enorme Last auf den Schultern, hier nicht zu versagen und was soll ich sagen, haben sich die Befürchtungen, Rogue One könne durch die Nachdrehs kein gelunger Film werden, nicht bewahrheitet.

Ganz im Gegenteil wurde mit dem Spin-Off der wohl bisher düsterste, härteste und dreckigste Star Wars Film abgeliefert, der es in sich hat.

Aber um was geht es eigentlich genau?

Rogue One: A Star Wars Story spielt zwischen den Ereignissen von Star Wars: Episode 3 und Krieg der Sterne und erzählt die Geschichte einer Gruppe Widerstandskämpfer, die sich gegen den Willen des Imperiums stellen. Dessen Plan besteht darin, die Baupläne einer neuen mächtigen Waffe, „dem Todesstern“, ausfindig zu machen und zu entwenden. Dieses Vorhaben erweist sich aber alles andere als einfach. Wer sich im Star Wars-Universum gut auskennt weiß ganz genau, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt, weshalb es somit zwar wenig Überraschungen oder gar allzu große Wendungen gibt, dies heißt aber noch lange nicht, dass man aus dem Rest nichts vernünftiges machen kann. Mit ein paar kleinen Änderungen muss sich der eingefleischte Fans dennoch zufrieden geben und für sich selbst entscheiden, ob das ein allzu großes Manko darstellt oder nicht, ohne hier näher ins Detail zu gehen.


Was das Star-Wars Universum in erster Linie auszeichnet, sind u.a. die opulenten Bilder, abgedrehte und liebenswerte Figuren, sympathische Charaktere und so manch lockere Spruch, nicht zu vergessen der unverwechselbare Score von Komponist John Williams. Bei Rogue One, sorgte hingegen der Komponist Michael Giacchino für den richtigen Ton.

Für den Regisseur und sein Team war es wichtig, einen möglichst eigenständigen Film auf die Beine zu stellen, der es trotzdem schafft, dass er sich wie ein waschechter Star Wars Film anfühlt, neben altbekanntes werden aber auch einige neue Elemente mit eingebracht. Somit ist er auf der einen Seite etwas für die normalen Sci-Fi Fans, die vielleicht keinen allzu großen Bezug zu diesem Franchise haben, andererseits kommen aber besonders die wahren Fans auf ihre Kosten. Diese dürfen sich u.a. über einige Cameo-Auftritte, insbesondere den von Darth Vader freuen. Wie bereits in „Das Erwachen der Macht“ wurde auch bei Rogue One vieles nachgebaut, seien es Schauplätze, Raumschiffe oder einzelne Figuren. Das lässt das Herz jedes einzelnen Star-Wars-Fans höherschlagen, hier kann nur ein großes Lob ausgesprochen werden. Das ist nämlich alles andere als üblich, wenn man bedenkt, wie sehr in der heutigen Zeit auf die CGI-Technik gesetzt wird. Man kann nur hoffen, dass in weiteren Filmen, die es in den nächsten Jahren noch geben wird, genauso viel Wert legt.


Wenn man einen Vergleich zu den bereits bekannten Filmen ziehen will, wird sehr schnell klar, dass der Regisseur einen Schritt weitergeht, was die allgemeine Aufmachung anbelangt. Denn wie bereits erwähnt wird bei Rogue One auf einen wesentlich düstereren Ton gesetzt als man es bisher bewohnt war und das kann sich mehr als sehen lassen. Dieses Spin-Off nimmt Stück für Stück an Fahrt auf, trotz einer kleinen Durststrecke im Mittelteil, und entlädt sich in den letzten 40 Minuten zu einem grandiosen und spektakulären Finale auf dem Planeten Scarif, ob nun am Boden oder im Weltall. Hier merkt man Edwards einfach an, dass er ein Gespür dafür hat, wie Actionszenen am besten umgesetzt werden, ohne den Bogen dabei zu überspannen. Obwohl es zum Teil so richtig zur Sache geht, sorgen die gut geführten Kamerafahrten dafür, dass der Zuschauer nicht überfordert wird.


Bei der Wahl des Casts hat man sich auch nicht lumpen lassen, sind es hier aber in erster Linie Felicity Jones, Diego Luna und Donnie Yen als blinder Martial-Arts Recke, die zu überzeugen wissen. Der Rest fügt sich zwar ebenfalls wunderbar mit ein, überragende Leistungen darf man aber nicht erwarten, zumal einige Auftritte etwas kurz geraten sind. Beim Humor hingegen wurde einen Gang zurückgeschalten, sorgt der neue Droide K-2SO dennoch für ein paar Oneliner, auch wenn nicht jeder davon punktet bzw. passend platziert wurde.

Was Rogue One bei mir leider zu keiner Minute geschafft hat, und das finde ich ehrlich gesagt ein bisschen schade, ist es, mir Gänsehaut zu bescheren, wie es alle bisherigen Filme schon zu Beginn geschafft haben. Da konnte selbst der recht kurze Auftritt von Darth Vader nichts daran ändern, und man kann sich darüber streiten, ob dieser nun unbedingt notwendig war oder nicht, der ein oder andere Fan wird dessen Auftritt aber sicherlich lieben.

FAZIT: Obwohl Regisseur Edwards noch nicht viel Filmerfahrung hat, brauch er sich hinter diesem Sci-Fi Abenteuer aus dem StarWars-Universum nicht zu verstecken. Trotz ein paar kleinerer Macken, ist es ein toller „nostalgischer“ Film geworden, den man getrost anschauen kann, auch wenn dieser an die alten Teile nicht herankommt.

Filmdaten/Quelle: http://www.imdb.com/

Bildnachweis: © Disney © Disney•Pixar © & ™ Lucasfilm LTD © Marvel. Alle Rechte Vorbehalten

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