Tag: Filmkritik

Lady Bird – Kritik

In einem Interview zu ihrem Regiedebüt „Lady Bird“ erklärte Greta Gerwig, sie hätte am liebsten einen Film nur aus Nahaufnahmen des Gesichts ihrer Hauptdarstellerin Saoirse Ronan gedreht. In der Tat: Die Identifikation zwischen der Regisseurin und der von ihr entworfenen Titelrolle ist hoch. So wie die 17-jährige Christine, die lieber Lady Bird genannt werden möchte, …

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Unsane – Kritik

Voller Stolz stellte Steven Soderbergh auf der Berlinale 2018 seinen neuen Film vor. Zurecht gilt er Filmkennern derzeit als einer der spannendsten Indie-Regisseure aus den USA: Dank seiner eigenen Produktionsfirma hat sich Soderbergh längst vom US-Studiosystem verabschiedet und sich selbst mit großer kreativer Freiheit ausgestattet. So ist es ihm möglich, filmisch eigensinnige Experimente einzugehen. Sein …

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Pacific Rim: Uprising – Kritik

Als im Juli 2013 Guillermo del Toros „Pacific Rim“ in unsere Kinos kam, erwarteten viele eigentlich nur einen weiteren Maschinen-Prügler a la Transformers. Und in der Tat, Del Toros SciFi-Blockbuster war nicht perfekt, überzeugte aber viele mit seiner Atmosphäre und den vielen Guillermo-typischen, kreativen Ideen, die er mit sich brachte. Allerdings schien vielen wiederum diese …

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Tomb Raider – Kritik

Es ist noch gar nicht solange her, da waren Frauen in großen Actionfilmen primär auf den vom maskulinen Helden zu rettenden Blickfang reduziert. Begriffe wie „Damsel In Distress“ oder gar „Bond-Girl“ sind jedem Mann bekannt. Doch im 21. Jahrhundert verschiebt sich der Trend zunehmend. Nicht nur im Bereich der Comicverfilmungen wird vermehrt auf weibliche Superheldinnen …

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Alles Geld der Welt – Kritik

Schon vor Kinostart galt der 2017er Biopic-Kinobeitrag „Alles Geld der Welt“ von Regie-Legende Ridley Scott als Skandalfilm. Mit seiner Geschichte hatte das jedoch nichts zu tun. Die Nacherzählung des Entführungsfalls rund um John Paul Getty III. im Jahre 1973, dessen Opa (der damals reichste Mensch der Welt) sich weigerte, die – für ihn – läppische …

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Red Sparrow – Kritik

Kaum einen Beruf hat die Filmgeschichte so romantisiert wie den des Geheimagenten. Als Sean Connery in den 60er Jahren als britischer Superspion James Bond die Kinoleinwände eroberte und damit den Cowboy als Prototypen des idealistischen maskulinen Archehelden ablöste, brach eine Welle von gigantomanischen Fantasy-Filmen über das Actionkino ein, in denen Geheimagenten die Spionage als hedonistisches …

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Die Verlegerin – Kritik

Es gibt ungeschriebene Gesetze in Filmen, an die hat man sich zu halten. Beispiel: Eröffnet man sein Werk mit einer Szene aus dem Vietnamkrieg, dann hat man diese mit einem Song der Rockband Creedence Clearwater Revival zu unterlegen. So ertönen in „Die Verlegerin“ bereits die ersten Töne von „Green River“, noch bevor die Leinwand selbst …

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The Shape of Water – Kritik

„Show, don’t tell“ – Was für den Dramaturgen eine Grundannahme, ist für Elisa eine Lebensnotwendigkeit. Während sie in den 1960er Jahren über einem Lichtspielhaus wohnt, und daher jeden Tag die dort aufgeführten großen Epen, Musicals und Dramen Hollywoods zu hören bekommt, ist sie selbst stumm und somit auf chaplineske Zeichen- und Körpersprache als Ausdrucksmöglichkeiten reduziert. …

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