Terminator – Genisys (70%) – Kritik

Starttermin 9. Juli 2015 (2 Std. 6 Min.)
Regie Alan Taylor
Mit Arnold Schwarzenegger, Jason Clarke, Emilia Clarke mehr
Genre Action , Sci-Fi
Nationalität USA

terminatorgenisysI´ll be Back…So ziemlich jeder kann mit dem wohl bekanntesten Spruch von Action-Ikone Arnold Schwarzenegger etwas anfangen und wer nicht, sollte dies unbedingt nachholen, denn vorallem Terminator 1 und Teil 2, waren damals in Ihrem Genre einzigartig. Selbst heute noch, kann gerade die Fortsetzung u.a. in visueller Hinsicht, manch anderem Film noch das Wasser reichen, aber auch beim Rest, hat man sich gehörig ins Zeug gelegt und kann James Cameron und seinem Team dafür nur dankbar sein.

Nach mittlerweile 6 Jahren, möchte Regisseur Alan Taylor, dass Franchise erneut aufleben lassen, welches auf eine neue Trilogie hinauslaufen soll, sofern „Terminator: Genisys“ an den weltweiten Kinokassen punkten kann. Doch auch hier stellt sich abermals die Frage, ob sich die Arbeit bezahlt gemacht hat, oder ob man lieber die Finger davon gelassen hätte.

Der 5.Teil, spielt zu Beginn im Jahr 2029, in einer Zeit, in der der Rebellenanführer John Connor, gespielt von Jason Clarke, es mit Skynet und dessen Maschinen zu tun bekommt. Er beauftragt seinen Freund Kyle Reese (Jai Courtney) in die vergangenheit zu reisen bzw. ins Jahr 1984, um Connors Mutter Sarah (Emilia Clarke) ausfindig zu machen, die von einem anderen Terminator, der ebenfalls in dieses Jahr geschickt wurde, zur Strecke gebracht werden soll. Doch schnell stellt Kyle fest, dass sich mittlerweile einiges verändert hat, denn Sarah Connor kann gut auf sich alleine aufpassen und brauch keinen Beschützer mehr, immerhin steht ihr Arnold Schwarzenegger als T-800 zur Seite. Mehr muss und sollte an dieser Stelle auch nicht verraten werden, am besten wäre es auch, wenn man noch nicht einmal einen Blick auf die Trailer wirft, denn diese könnten leider schon zuviel verraten.

Nachdem der letzte Versuch, mit Terminator die Erlösung, dem Franchise neues Leben einzuhauchen, mehr schlecht als recht beim Publikum aufgenommen wurde, hatte man die Hoffnung bereits aufgegeben, doch am Ende kam es anders und Teil 5 stand in den Startlöchern. Besonders James Cameron, der mit den ersten beiden Teilen super Arbeit abgeliefert hat, war sehr angetan, dass dieser vieles anders macht und vorallem für frischen Wind sorgt. Das heisst aber noch lange nicht, dass das die Kinobesucher genauso sehen, dennoch hat er einige gute Ansätze, aber vorallem ist es schön zu sehen, das Arnold Schwarzenegger trotz seines Alters in seine bekannte Rolle zurückgekehrt ist. Besonders zu Beginn, was die Zeitreisethematik angeht, freut man sich auf alte, aber mehr als vertraute Szenen und am liebsten würde man diese gleich nochmal anschauen, gerade wenn beide T-800 aufeinandertreffen, sitzt man mit einem breiten Grinsen im Kinosessel.

Natürlich ist es schön mit anzuschauen, wie Arnold Schwarzenegger als leicht gealterten Terminator mit grauem Haaransatz, seine Widersacher eines über die Rübe zieht, ebenso wird auch auf den Alterungsprozess eingegangen, dafür fehlt es Emilia Clarke an überzeugender Frauenpower, wie man sie von Linda Hamilton gewohnt ist, Jai Courtney fällt sogar noch etwas blasser aus. Dafür kommt immerhin Jason Clarke als John Connor wesentlich besser davon, wird man überrascht sein, was man sich für seine Rolle noch hat einfallen lassen. Eingefleischten Fans, könnte aber gerade die FSK-Freigabe mehr als sauer aufstoßen, wenn man bedenkt, dass Terminator 1 zur damaligen Zeit, mit einem FSK18 versehen wurde, alle weiteren immerhin eine Altersfreigabe ab 16 bekamen, geht man nun noch einen Schritt weiter und setzt ihm einen 12er Stempel auf. In der Vergangenheit, ist das nur den wenigsten Filmen gut bekommen, sieht Terminator 5 einfach danach aus, als wurde er leider für die breite Masse konzipiert, was besonders am Blutanteil spürbar ist, dass soll aber noch lange nicht heissen, dass ihn sich unbedingt die jüngsten anschauen müssen.

Man versucht zwar, eine gute Geschichte zu erzählen, wird das Gefühl aber nicht los, dass im Kern einfach etwas auf der Strecke bleibt und die eigentliche Gefahr zum Teil, zur Nebensache wird, was in den alten Filmen dann doch wesentlich besser funktioniert hat.

FAZIT: Terminator – Genisys ist keineswegs ein schlechter Film geworden und immerhin noch besser als die letzten beiden Teile, doch das liegt wie fast immer im Auge des Betrachters. Das CGI kann sich bis auf ein paar Ausnahmen sehen lassen, Arni gibt sein bestes und die Geschichte ist zwar nett, dennoch ausbaufähig. Wer aber einfach mal wieder Lust hat, einen neuen und frischen Terminator-Film zu sehen und über die negativen Punkte hinwegsehen kann, wird dennoch auf seine Kosten kommen.

Genrewertung: 7/10 – Gesamt: 6/10

Quelle/Filmdaten: http://www.filmstarts.de/

Bildnachweis: © Paramount Pictures

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